EPO Insight report - Quantum Simulation

Technology insight report - zum Thema "Quantum Simulation"

Umfassende Analyse
15. November 2023

Zielsetzung

Der Bericht hat zum Ziel, einen Überblick über wichtige Patenttrends im Bereich der 2G‑Quantensimulationstechnologien zu geben.

Methodik

Die Analyse wurde von Fachexpertinnen und -experten sowie Patentwissensspezialistinnen und -spezialisten beim EPA durchgeführt und stützt sich auf öffentlich verfügbare Patentinformationen aus den Datenbanken des EPA. Diese Informationen sind entscheidend, um die technischen und kommerziellen Aspekte von Erfindungen zu verstehen.

Kapitel 1

Zentrale Ergebnisse

1.1 Wachstum bei Patenten

Die Zahl der Erfindungen im Bereich der 2G‑Quantensimulation ist in den letzten zehn Jahren dynamisch gestiegen und hat die Wachstumsrate über alle Technologiefelder hinweg übertroffen. Dieser Anstieg deutet auf hohe wirtschaftliche Erwartungen und eine Hinwendung zu multinationalen Kommerzialisierungsstrategien hin.

1.2 Aktive Patentanmelder

Vor allem Unternehmen aus den Vereinigten Staaten, gefolgt von Kanada, Europa, China und Japan, gehören zu den aktivsten Patentanmeldern. Zu den bedeutenden Akteuren zählen Google, IBM, Microsoft, die University of Maryland und die Harvard University. In den letzten Jahren zeigt sich eine Neuorientierung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in diesem Bereich.

Kapitel 2

Quantensimulation vs. Quantencomputing

2.1 Unterschiede im Betrieb

Im Gegensatz zu Quantencomputern erfordern Quantensimulatoren während ihres Betriebs keine Eingriffe. Sie sind weniger komplex in der Handhabung von Kohärenzproblemen und können die physikalischen und chemischen Eigenschaften komplexer Strukturen und Verbindungen simulieren, was potenziell zu neuen Produkten und Anwendungen in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen führen kann.

Kapitel 3

Methodik und Quellen der Patentinformationen

3.1 Patente als Schutzrechte und kommerzielle Vermögenswerte

Patente fördern Innovation, Technologietransfer und Wirtschaftswachstum. Sie ermöglichen es Patentinhabern, Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie Infrastruktur abzusichern und verpflichten sie im Gegenzug zur Offenlegung ihrer Erfindungen gegenüber der Öffentlichkeit.

3.2 Patentinformationen als Ressource

Mit über 140 Millionen Patentdokumenten aus mehr als 100 Ländern bieten die Datenbanken des EPA einen großen Bestand an technischen und weiteren Informationen. Diese Daten sind entscheidend, um technische Trends, Anmelde- und Schutzstrategien von Anmeldern sowie Innovationsaktivitäten zu untersuchen.

3.3 Methodischer Ansatz

Die Analyse wurde von Fachexpertinnen und -experten sowie Patentwissensspezialistinnen und -spezialisten beim EPA durchgeführt und stützt sich auf öffentlich verfügbare Patentinformationen aus den Datenbanken des EPA. Diese Informationen sind entscheidend, um die technischen und kommerziellen Aspekte von Erfindungen zu verstehen.

Kapitel 4

Patentklassifikation und Datenquellen

4.1 Klassifikationssysteme

Die International Patent Classification (IPC) und die Cooperative Patent Classification (CPC) ordnen den technischen Gegenstand von Patenten. Diese Systeme mit ihrer hierarchischen Struktur unterstützen eine effiziente Recherche relevanter Patentdokumente.

4.2 Datenquellen und Werkzeuge

Die Analyse basiert auf den weltweiten Patentdaten des EPA und nutzt interne Datenplattformen sowie Rechercheoberflächen wie ANSERA. Die PATSTAT‑Produktlinie liefert darüber hinaus aufbereitete Zusatzdaten für vertiefte Analysen.

Kapitel 5

Analyse der Anmeldetrends

5.1 Ansteigende Zahl von Patentanmeldungen

Die Zahl der Patentanmeldungen im Bereich der 2G‑Quantensimulation ist deutlich gestiegen, besonders seit etwa 2017. Dieser Trend liegt über dem allgemeinen Anstieg der Erfindungen in allen Technologiefeldern. Ein Rückgang im Jahr 2021 könnte auf unvollständige Daten oder auf besondere Rahmenbedingungen bei internationalen Patentanmeldungen zurückzuführen sein.

5.2 Wege der Patentanmeldung

Anmelder haben sich vor allem auf internationale Anmeldungen sowie auf US‑, JP‑, EP‑, CN‑ und CA‑Anmeldungen konzentriert, mit einem deutlich erkennbaren Schwerpunkt auf dem US‑Markt. Dieser Trend weist auf hohe wirtschaftliche Erwartungen und multinationale Kommerzialisierungsstrategien hin.

Kapitel 6

Geografische und kollaborative Trends

6.1 Strategische Ausrichtung und Erfolg

Die USA führen bei erteilten Schutzrechten im Bereich Quantensimulation, gefolgt von Japan, Australien, China und Europa. Das Europäische Patentübereinkommen bietet ein einheitliches Anmeldeverfahren für Patentschutz in Europa, was die Darstellung internationaler Patentfamilien im Bericht beeinflusst.

6.2 Aktive Anmelder und Zusammenarbeit

Kooperationen finden vor allem zwischen Forschungseinrichtungen sowie zwischen Unternehmen und akademischen Institutionen statt – sowohl innerhalb eines Landes als auch grenzüberschreitend. Zu den bemerkenswerten Beispielen gehören Zusammenarbeiten zwischen US‑Unternehmen und Universitäten sowie zwischen Anmeldern in den USA und Japan.

Kapitel 7

Schlussfolgerung und Ausblick

Der EPO Patent Insight Report zur Quantensimulation bietet eine detaillierte Analyse des aktuellen Stands und der Trends im Bereich der 2G‑Quantensimulation. Er unterstreicht die wachsende Bedeutung dieser Technologie, die zentralen Akteure und die strategische Relevanz der Patentaktivitäten für die zukünftige Entwicklung der Quantensimulation. Die umfassende Methodik und die intensive Nutzung von Patentdaten machen den Bericht zu einer wertvollen Quelle für das Verständnis der dynamischen Landschaft von Quantensimulationstechnologien.

 

https://link.epo.org/web/epo_patent_insight_report_quantum_simulation_en.pdf