Das “Competence Framework for Quantum Technologies Version 3.0” kurz erklärt
Der European Competence Framework for Quantum Technologies (CFQT), Version 3.0 (April 2025) ist eine strukturierte Taxonomie der für Quantentechnologien relevanten Kenntnisse und Fähigkeiten. Er ist als gemeinsame Referenz für QT-Bildung und Workforce-Entwicklung konzipiert und unterstützt ausdrücklich mehrere Anwendungsfälle – von der Kursgestaltung und der Selbsteinschätzung von Lernenden bis hin zu Recruiting und Karriereplanung.
Konkret ist das Rahmenwerk in drei Teile gegliedert:
- Eine Content Map, die 8 Domänen (mit Unterdomänen/Themen) umfasst, um die Wissenslandschaft der Quantentechnologien zu strukturieren.
- Ein Proficiency Triangle, das sechs Kompetenzstufen (A1 „Awareness“ bis C2 „Innovation“) über drei Kompetenzbereiche hinweg definiert (Quantenkonzepte/Formalismus; QT‑HW/SW‑Engineering; QT‑Anwendungen/Strategie).
- Qualification Profiles, die prototypische QT-bezogene Rollenprofile und entsprechende Trainingsempfehlungen beschreiben.
Warum ist es für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nützlich?
- Macht Ihre Expertise disziplinübergreifend lesbar: Arbeiten im Quantenbereich sind inhärent funktions- und fachübergreifend (Physik, Engineering, Software, Anwendungen). CFQT stellt eine standardisierte Kompetenzsprache bereit, sodass Ihre Fähigkeiten für Ingenieurteams, Produktverantwortliche und andere Forschende interpretierbar werden.[1]
- Hilft, Kompetenzentwicklung strategisch zu planen: Indem Sie sich selbst (oder Ihr PhD-/Postdoc-Team) entlang der A1–C2-Stufen und in den drei Kompetenzbereichen verorten, können Sie Lücken identifizieren (z. B. starker Formalismus, aber schwächere HW/SW-Integration oder Valorisation) und Upskilling gezielt steuern.[2][3]
- Verbessert Lehre und Betreuung: Wenn Sie lehren oder betreuen, ermöglichen die Content Map und die Kompetenzstufen, klare Learning Outcomes zu definieren und Kursmodule oder Laborrotationen auf eine explizite Kompetenzentwicklung auszurichten.[1][2]
- Stärkt Kooperationen sowie Ausrichtung auf Fördermittel und Industrie: Das Rahmenwerk unterstützt eine objektive Abbildung von Rollen und Anforderungen – hilfreich beim Aufbau von Konsortien, der Definition von Arbeitspaketen oder der Übersetzung von Forschungskompetenzen in arbeitsmarktrelevante Fähigkeiten.[4][1]
Der vollständige Bericht ist hier verfügbar: https://qt.eu/media/pdf/Competence_Framework_for_QT_v3.0_2025_official-version.pdf