Großes Interesse an Schweißzange "SteppWelder" auf Hannover Messe

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann zu Gast am Messestand des MPA. Foto: BW_i / Ralf Hansen, Hannover

Besuch von Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat Martin Werz, Abteilungsleiter Fügetechnik und Additive Fertigung, am Stand seines Instituts MPA auf der diesjährigen Hannover Messe bekommen. Diese Gelegenheit nutzte der Forscher der Uni Stuttgart, um seinem prominenten Besucher die neuartige Schweißzange "SteppWelder" für den Automobil-Leichtbau direkt am Modell zeigen.

Die Universität Stuttgart ist als Mitaussteller auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Baden-Württemberg vertreten und präsentiert mit verschiedenen Projekten Einblicke in die Spitzenforschung der Universität. Die Materialprüfungsanstalt (MPA) der Uni Stuttgart stellt beispielsweise eine Schweißzange für den Karosserie-Leichtbau vor, mit der die Fügetechnik für die E-Mobilität wesentlich verbessert werden kann. Diese selbst entwickelte, robotergeführte Schweißzange zum Rührreibschweißen fügt die Bauteile für die Automobilindustrie und erfüllt die Anforderungen für einen breiten Einsatz im Karosseriebau. Am Heckteil einer Mercedes-EQS-Karosserie werden in Hannover verschiedene Anwendungsszenarien der neuen Fügezange demonstriert. Das Rührreibschweißen hat besonders bei der Verbindung hochfester Aluminiumlegierungen, bei Mehrblechverbindungen und beim Fügen von Aluminium- und Stahlblech Vorzüge. 

Martin Werz stellt in Hannover auch den Transformations-Hub „CyberJoin“ vor, der Automobilhersteller und Zulieferer von Bauteilen für Karosserie, Fahrwerk und E-Maschine auf dem Weg zur E-Mobilität unterstützt. Koordiniert werden die Veranstaltungen und Aktivitäten von der MPA der Universität Stuttgart sowie der Gesellschaft für Schweißtechnik international und gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Die Automobilhersteller stehen durch die Elektrifizierung der Antriebe, die Integration alternativer Antriebstechnologien, die nachhaltige Reduktion des Gesamtressourcenverbrauchs und den Leichtbau vor großen Herausforderungen. Einerseits werden viele Bauteile eines Pkw mit Verbrennungsmotor im Elektrofahrzeug nicht mehr benötigt. Andererseits benötigen Bauteile aus Aluminiumlegierungen andere Füge- und Fertigungstechnik. Durch Meetings und Weiterbildungen möchte „CyberJoin“ die Hersteller unterstützen.

https://www.cyberjoin.de

www.uni-stuttgart.de/universitaet/aktuelles/meldungen/Einblicke-in-die-Spitzenforschung-der-Universitaet-Stuttgart-auf-der-Hannover-Messe-2024/

Für weitere Informationen: Innovationsmanager Dr. Michael Ott (ott(at)tlb.de).