Technologieangebote Biotechnologie



Effizientes, kostengünstiges Produktionsverfahren für natürlichen Süßstoff 5-Ketofructose (5-KF)

Die Substanz 5-Ketofructose (5-KF) eignet sich hervorragend als Süßstoff und kann dank des erfindungsgemäßen Verfahrens nun auch effizient und kostengünstig hergestellt werden. Ohne Nachgeschmack und aus gut verfügbaren, nachwachsenden Rohstoffen erzeugt, kann nun erstmals ein natürliches Produkt angeboten werden, dass sich optimal für die diabetische Ernährung eignet, ohne dabei den Geschmack von Speisen zu verfälschen.
Zur Produktion kommen rekombinante Zellen des Stamms Gluconobacter oxydans zum Einsatz. Diese können zukünftig nicht nur sehr effektiv Fructose in 5-KF umwandeln, sondern auch Enzyme zur Spaltung von kostengünstigen und in großen Mengen verfügbaren Substraten exprimieren.

 

 

Identifikation von „Defense Primers“ anhand der OTR – Präventive Immunstärkung für Landwirtschaft & Pharma

Das nun an der RWTH Aachen entwickelte Verfahren ermöglicht die Identifikation von Immun-Primern mittels OTR-Monitoring auf eine neue und sehr effiziente Art und Weise. Anwendungsbereiche liegen zum einen im Pflanzenschutz, inkludieren aber auch die Pharmaindustrie (präventivmedizinisches Immunsystem-Priming).

 

 

Biokompatibles 3D-Zellkultursystem zur schonenden und effizienten Kultivierung & Freisetzung von Zellen

Das einfach reproduzierbare und kostengünstige 3D-Zellgerüst, dessen makroporöse Struktur aus Formgedächtnismaterial besteht, erlaubt die Aufnahme und Freisetzung von Zellen schonender als herkömmliche Verfahren durch rein mechanische Einwirkung auf dieses stabile und gleichzeitig schwammartige Material.

 

 

Deckel auf Glas – neuartige Lamination von dünnen Polymerschichten auf strukturierten Oberflächen

Mit diesem neuen Verfahrens lassen sich strukturierte Träger deckeln, ohne dass die darunterliegende Funktionsstruktur beschädigt oder verengt wird. Die Methode ist einfach und kostengünstig, eignet sich für unterschiedliche Materialien und lässt eine freie Wahl der präzise einstellbaren und stapelbaren Schichtdicken zu.

 

 

Hochselektive Modifikation & Detektion epigenetischer Ziel-Nukleobasen mittels maßgeschneiderter TALEs

Die an der Universität Konstanz entstandene Erfindung bietet eine hochselektive Detektion von epigenetischen Nukleobasen in frei wählbaren Sequenzen. Sie kombiniert erstmals direkt die Nukleobasen-selektive, chemische Modifikation der DNA mit maßgeschneiderten TALE-repeats. Das bedeutet einen erheblichen Wettbewerbsvorteil, sowohl bezogen auf die Probenunversehrtheit als auch auf den instrumentellen Aufwand.

 

 

Bestimmung des biologischen Alters eines Menschen durch ein ausgeklügeltes Set von Biomarkern

Das biologische Alter wird mit diesem Biomarker-Set, bestehend aus 30 neu identifizierten Biomarkern mit einer hohen Korrelation zum Alterungsprozess, zuverlässig bestimmt.

 

 

Schonende Freisetzung von Zellen aus Hydrogelen mit Hilfe von Lektin zur reversiblen Immobilisierung

Im erfindungsgemäßen Verfahren wird Lektin bzw. der korrespondierende Bindezucker als Adaptermolekül zur Funktionalisierung von Hydrogelen und Oberflächen eingesetzt, wodurch Zellen außergewöhnlich schonend und schnell – innerhalb weniger Minuten – in einer porösen 3D-Matrix immobilisiert und auch aus dieser gelöst werden können. Bei diesem reversiblen Verfahren entstehen keinerlei Zell- oder Wirkstoff-schädigende Nebenprodukte, was es insbesondere für die Forschung an künstlichen Geweben, für die Grundlagenforschung an Zellsystemen in nativer Umgebung, sowie für Durchflusszellenmodelle interessant macht.

 

 

Innovative method for detecting co-occurring histone modifications in a single step using hybrid proteins

Due to the role of epigenetics in a vast array of diseases, the study of epigenetic mechanisms has become one of the most rapidly growing fields of biology.
Amongst others, epigenetic alterations involve post-transcriptional histone modifications (PTMs). Occurring in complex patterns, they form the so-called ‘histone code’. In order to decipher said code and unravel its involvement in disease, the characterization of co-occurring histone modifications is considered to be an important cornerstone.
An innovative method now allows the detection of co-occurring histone modifications in one single step. Contrary to conventional methods, the technique offers much improved sensitivity, is easy to perform and features consistent quality.

 

 

Haltbare ECM-Beschichtung für die Zellkultur durch Funktionalisierung der extrazellulären Matrix

Im Laufe eines gemeinsamen Forschungsprojektes entwickelten Wissenschaftler der Universität Stuttgart und der Universität Konstanz eine ECM (extracellular matrix) mit funktionellen Gruppen (clickECM), die über bioorthogonale Ligationsreaktionen kovalent und damit fest an entsprechend ausgerüstete Oberflächen gebunden wird. Diese feste Anbindung durch die Click-Reaktion sorgt dafür, dass die clickECM-Beschichtung z. B. beim Einsatz auf Zellkulturgefäßen selbst intensivem Waschen standhält. Die Beschichtung ist hochstabil und kann ohne aufwendige Aufreinigungs- und Isolierverfahren kostengünstig hergestellt werden. Die clickECM unterscheidet sich nur durch die eingebrachte funktionelle Gruppe von einer natürlichen ECM.

 

 

Biotechnologische Produktion von Roseoflavin und 8-Demethyl-8-amino-riboflavin

Flavinanaloga sind eine Klasse antimikrobieller Verbindungen, die prinzipiell auch als Zytostatika Verwendung finden. Die einzigen bekannten natürlichen Flavinanaloga, die antibiotische Aktivität aufweisen, sind Roseoflavin und dessen direkte Vorstufe 8-Demethyl-8-amino-riboflavin, deren Biosyntheseweg nun durch Wissenschaftler der Hochschule Mannheim geklärt werden konnte. Die Ein-Schritt-Synthese von phosphoryliertem 8-Demethyl-8-amino-riboflavin aus FMN findet an dem jetzt charakterisierten Enzym RosB statt. Durch die Ergebnisse der Forschungsarbeit wird erstmals die biotechnologische Synthese und damit die wirtschaftliche industrielle Produktion von 8-Demethyl-8-amino-riboflavin möglich. Darüber hinaus wiesen die Wissenschaftler nach, dass RosB eine bislang unbekannte Reaktion, nämlich den Austausch einer Methylgruppe gegen eine Aminogruppe, katalysiert. Diese Erkenntnis kann völlig neue Synthesestrategien für Aromaten eröffnen.

 

 

Verbesserung der Riboflavin-Biosynthese mit Bacillus subtilis durch Verwendung des Regulators RibR

Angesichts der stetig steigenden Nachfrage nach Vitamin B2 sind effiziente Verfahren zur Riboflavin-Produktion von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Forschungsergebnisse aus der Arbeitsgruppe von Herrn Prof. Dr. Mack vom Institut für Technische Mikrobiologie der Hochschule Mannheim eröffnen neue Möglichkeiten für die Optimierung der Herstellungsverfahren von Riboflavin aus Bacillus-subtilis-basierten Produktionsstämmen. In Laborversuchen konnte eine Steigerung der Riboflavin-Ausbeute um 15 % erreicht werden.