Technologieangebote Medizintechnik



Markierungsfreies High Content Screening für die digitale Pathologie

Forschern der Hochschule Reutlingen ist es gelungen, ein markierungsfreies Verfahren zu entwickeln, mit dem sich sowohl Chromosomen als auch Zellen und Gewebeschnitte bezüglich ihrer chemischen Eigenschaften in Form von Absorption und bezüglich ihrer morphologischen Eigenschaften in Form von Streulicht charakterisieren lassen. Die Messung erfolgt im ultravioletten und sichtbaren Licht mit Hilfe eines kompakten Spektrometrie-Moduls, das einfach und kostengünstig in Standardoptiken integriert werden kann.
Durch die Implementierung einer entsprechenden Zusatzfunktion in High Content Screening-Systemen kann direkt eine Abgrenzung von Tumor zu physiologischem Gewebe vorgenommen werden.

 

 

Neue Möglichkeiten zur chirurgischen Behandlung von Glioblastomen

Forschern der Hochschule Reutlingen ist es gelungen, ein markierungsfreies Verfahren zu entwickeln, mit dem sich sowohl Chromosomen als auch Zellen und Gewebeschnitte bezüglich ihrer chemischen Eigenschaften in Form von Absorption und bezüglich ihrer morphologischen Eigen¬schaften in Form von Streulicht charakterisieren lassen. Die Messung erfolgt im ultravioletten und sichtbaren Licht mit Hilfe eines kompakten Spektrometrie-Moduls, das einfach und kostengünstig in Standardoptiken integriert werden kann.
Die spektroskopische Messeinheit kann ohne Probleme an einem Operationsmikroskop oder Endoskop angebracht werden. Das so erhaltene Bild wird dann direkt analysiert und dient dem Operateur zur Entscheidungsfindung.

 

 

Automatisiert herstellbarer Stent mit den strukturellen Eigenschaften handgeflochtener Implantate

Durch ihre sehr flexible Struktur, eignen sich Geflechtstents insbesondere als Implantat in gekrümmten Lumen.
Ein neues Herstellungsverfahren für nicht-vaskuläre Stents könnte es jetzt möglich machen, Geflechtstents automatisiert herzustellen und dabei die überzeugenden Vorteile der handgeflochtenen Stents, wie hohe Radialkraft und geringe Längung, zu erhalten.

 

 

Das Trainingsgerät ist immer dabei: Bewegungstherapie im Rollstuhl

An der Hochschule Reutlingen wurde ein Konzept für ein Trainingsgerät entwickelt, das direkt in marktübliche Rollstühle integriert werden kann, sei es als Nachrüstsatz oder bereits bei der Herstellung des Rollstuhls. Gemeinsam von Trainingsgerät und Rollstuhl genutzte Komponenten wie z. B. Antrieb und strukturelle Bestandteile werden nur einmal benötigt. Neben der resultierenden Gewichts- und Kostenreduktion bietet das neuartige Konzept den einzigartigen Vorteil für die Nutzer, jederzeit und an jedem Ort das für die Rehabilitation essentielle Bewegungstraining durchführen zu können.

 

 

Variable, steuerbare Schnitt- und Koagulationstiefe bei bipolaren HF-Chirurgie-Systemen

An der Hochschule Furtwangen wurde ein bipolarer Elektrokauter entwickelt, mit dem Schnitte und Koagulation der Blutgefäße in unterschiedlichen Gewebetiefen möglich sind. Bipolare Operationssysteme können mithilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens höhere Eindringtiefen erreichen, die Eindringtiefe kann auch variabel gesteuert werden. Gerade auf dem Gebiet der minimalinvasiven Eingriffe könnte dadurch für diese Systeme ein weitaus größerer Einsatzbereich erschlossen werden.

 

 

Innovative Beschichtung für Implantate für verbessertes Einwachsen in den Knochen

Wissenschaftler der Universitäten Stuttgart und Konstanz entwickelten eine Technologie, die beispielsweise das Einwachsen eines Implantates in das umliegende Gewebe und die Langzeitstabilität signifikant verbessern soll.
Unter Anwendung des metabolischen Oligosaccharid Engineerings kann auf einfache Art und Weise eine nicht wasserlösliche, funktionalisierte extrazellulläre Matrix (FEZM) hergestellt werden, die zur Beschichtung von Implantaten verwendet werden kann. Die neuartige Beschichtung verbessert die Zell-Material-Interaktion an der Grenzfläche von Gewebe zu Biomaterial (z. B. Titan) und kann auf Basis eigener Zellen des Implantat-Empfängers realisiert werden, wodurch Immunogenität nicht zu erwarten ist.

 

 

Optische Kohärenztomographie mit erweitertem Dynamikbereich

Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wurde eine Methode für die Durchführung von Tiefenscans entwickelt, mit der - unabhängig vom Dynamikbereich des AD-Wandlers - der komplette Empfindlichkeitsbereich der analogen Komponenten eines OCT-Systems genutzt werden kann.
Durch den Einsatz einer adaptiv analogen Signalverarbeitungseinheit wird das Rückstreusignal aus der Probe in Abhängigkeit von der Abtasttiefe aufbereitet, bevor es in ein digitales Signal umgewandelt wird. Dies stellt sicher, dass auch die Daten der schwächeren optischen Signale zur Weiterverarbeitung zur Verfügung stehen. Das ursprüngliche Signal kann durch eine eineindeutige Abbildungsvorschrift rekonstruiert werden. Durch die erfindungsgemäße Technologie werden die Aufzeichnung von Rückstreuprofilen mit großen Leistungsvariationen und die Detektion von Streuereignissen auch in großer Probentiefe und stark streuenden Medien möglich. 

 

 

Chromosomenscreening ohne Anfärben

Forscher der Hochschule Reutlingen entwickelten ein markierungsfreies Verfahren zur Charakterisierung von Metaphasen-Chromosomen. Mit diesem Verfahren und dem zugehörigen Auswertealgorithmus können sowohl die chemischen Eigenschaften der Chromosomen durch Messung der Absorption als auch ihre morphologischen Eigenschaften durch Messung des Streulichts visualisiert werden. Da die Bänder auf den Chromosomen mit hoher Auflösung charakterisiert werden können, ist zur Identifizierung eines Chromosoms keine Färbung notwendig. Die erfindungsgemäße Technik kann in alle bildgebenden Verfahren (z. B. Mikroskope) eingebaut werden.

 

 

Vorrichtung zur Rotation 3-dimensionaler Proben in der Mikroskopie

Wissenschaftler der Hochschule Aalen - Technik und Wirtschaft entwickelten eine Vorrichtung zur Probenrotation, die in Verbindung mit unterschiedlichen Mikroskopie-Verfahren - auch Lichtscheibenmikroskopie und Laser-Scanning-Mikroskopie - eingesetzt werden kann. Damit wird es erstmals möglich, eine 3-dimensionale Probe unter Nutzung vorhandener Mikroskope von allen Seiten zu betrachten. Da die Probe ihre Position in Bezug auf das Mikroskop nicht verändert, eröffnen sich, beispielsweise in Kombination mit Single Plane Imaging, neue Möglichkeiten bei der 3-D-Rekonstruktion von Proben.

 

Rotationsansichten eines Ruderfußkrebses

 

 

Neuartiger Urokatheter zur verbesserten Diagnose von Inkontinenz

Ein neu entwickelter urodynamischer Messkatheter enthält einen triaxialen Beschleunigungssenor und mehrere Drucksensoren. Mithilfe des neuen Urokatheters kann die Diagnose von Inkontinenz bei Patienten und damit deren Behandlung verbessert werden. Ein Prototyp des Urokatheters befindet sich zurzeit in Erprobung.