Technologieangebote Medizin/Pharma
Präventive Therapie von Mukoviszidose (CF)
Zurzeit werden bei der bereits in jungen Jahren tödlich verlaufenden Erbkrankheit Mukoviszidose nur die Symptome und nicht die Ursache behandelt. Der erfindungsgemäße vorbeugenden Therapieansatz setzt auf eine frühzeitige Behandlung von CF bevor krankheitsbedingte Symptome nachweisbar sind. Im Tierversuch hatte sich gezeigt, dass die frühzeitige Behandlung mit dem Natrium-Kanal-Blocker Amilorid direkt nach der Geburt die Entstehung einer CF verhindern kann. Die klinische Prüfung der erfindungsgemäßen Therapie befindet sich bereits in der Planungsphase.
Malaria-Impfstoff Kandidat
Erfolgversprechender Kandidat für die Entwicklung eines derzeit noch nicht existierenden langfristigen Impfschutzes gegen Malaria tropica. Die Erfindung beschreibt die Immunisierung mit dem Malaria-Zielmolekül MSP-1, das stabil in rekombinante Vakzinia-Viren des Stammes MVA (Modifiziertes Vakzinia Virus Ankara) integriert sind. Die Impfung löst sowohl eine humorale als auch eine zelluläre Immunantwort gegen Malaria tropica aus.
Ferrocen-basiertes Prodrug
An der Universität Heidelberg wurden für die Krebstherapie mehrere neue Derivate des Ferrocens im Sinne ROS-generierender Prodrugs entwickelt und in lebenden Krebszelllinien erfolgreich getestet. Der Wirkmechanismus, nämlich die Erhöhung des ROS-Levels bei gleichzeitiger Unterdrückung des antioxidativen Mechanismus der Krebszelle, ermöglicht eine große therapeutische Bandbreite.
Frischer Wind für neuartige Radiopharmaka
Die Technologie betrifft Chelat-Liganden, die sich für die Herstellung innovativer Radiopharmaka eignen, die auf metallischen Radionukliden basieren. Radiopharmaka werden in der Nuklearmedizin bei zahlreichen Anwendungen benötigt. Radiodiagnostika dienen insbesondere in der Onkologie und Neurologie als Kontrastmittel in der bildgebenden Diagnostik, beispielsweise in der Positronen-Emissions-Tomographie oder bei der Szintigraphie von Myokard, Niere, Lunge, Skelett oder Schilddrüse. Radiotherapeutika werden vor allem in der Endoradionuklidtherapie sowie in der Radioimmunologie zur Tumortherapie und/oder Schmerztherapie eingesetzt. Die erfindungsgemäßen Chelatliganden wurden speziell entwickelt, um 99mTc bzw. 188/186Re (Tetrathiol-Derivate) oder 67Cu bzw. 64Cu (Bispidin-Derivate) optimal zu binden, oder können sogar spezifisch auf diese und noch weitere metallische Radionuklide hin angepasst werden wie z. B. 68Ga, 111In, 177Lu, 89Sr, 225Ac, 82Rb oder 90Y (Bispidon-Derivate). Das Grundgerüst der Liganden erlaubt es, die Radiopharmaka mit Biomolekülen (z.B. Antikörper) zu verknüpfen, mit deren Hilfe beispielsweise die spezifische Bindung an Tumore erfolgen kann.



