Technologieangebote Bautechnik



Seilendverbindung für hochfeste Faserseile: leicht, langlebig und belastbar

Die neu entwickelte Seilendverbindung für hochfeste Faserseile, die langlebig und belastbar ist, bietet darüber hinaus die Möglichkeit, sensorgestütztes Monitoring einfach zu integrieren. Durch die neue Technik entsteht ein hülsenlos montiertes Teil aus einem gießfähigen, ausgehärtetem Werkstoff, das alleine durch Umgießen oder Anformen mit den Filamenten des Seiles formschlüssig verbunden ist und dessen Geometrie auf anwendungsspezifische Anforderungen angepasst werden kann.

 

 

Axial verstellbare Vergussverankerung für hochfeste Zugglieder

Die neuartige Vergussverankerung für hochfeste Zugglieder ermöglicht es - abhängig von Belastungsparametern - dynamisch die gewünschte Zugspannung des Zuggliedes einzustellen.
Durch die neue Technologie wird nicht nur die homogene Spannungsverteilung am Vergussteil sichergestellt, sondern es wird auch möglich, die Zugspannung auf Basis von Sensordaten an veränderte Bedingungen anzupassen.

 

 

Sichere, quantitative Qualitätskontrolle der Hydrophobierungsmaßnahmen im Bautenschutz

Die Tiefenhydrophobierung mittels spezieller Silanverbindungen „konserviert“ zementgebundene Werkstoffe wie Beton oder Stahlbeton und gilt als technisch sehr leistungsfähiger Oberflächenschutz. Unbefriedigend ist, dass der Erfolg einer solchen Maßnahme bisher nicht sicher dokumentiert werden konnte und/oder nur mit hohem finanziellem, zeitlichem und technischem Aufwand darstellbar ist. Die aktuelle Technologie der Hochschule Karlsruhe bietet nun erstmals die Möglichkeit, den Erfolg der Hydrophobierung qualitativ und quantitativ direkt vor Ort zu beurteilen. Die Qualitätskontrolle ist schnell, zuverlässig, zerstörungsarm und kann problemlos in den üblichen Bauablauf integriert werden. Verwendet wird dabei ein spezieller Marker, der mit der Hydrophobierungsmaßnahme eingebracht wird und sich im Bauwerk in den Polysiloxanfilm einbindet. Die Eindringtiefe des Markers steht dabei in fester Korrelation zur Eindringtiefe des Hydrophobierungsmittels, ohne dieses zu beeinflussen.

 

 

Hochdichte Faserplatte aus nachwachsenden Rohstoffen, geeignet zur Freiform-Gestaltung

Wissenschaftler der Universität Stuttgart entwickelten eine flexible, hochdichte Faserplatte mit rutschhemmenden und schlagabsorbierenden Eigenschaften, die zu 80 % bis 90 % aus jährlich nachwachsenden landwirtschaftlichen Reststoffen besteht. Da bei der Herstellung auf formaldehyd- und isocyanathaltige Zusätze verzichtet werden kann, ist sie prädestiniert für den Einsatz im Innenbereich. Nicht nur werden die Gesundheitsrisiken während des gesamten Produktlebenszyklus minimiert, sondern sie ist zusätzlich recycelbar und kompostierbar. Als weiteres Highlight bietet sie sich durch ihre hohe Flexibilität für den Einsatz zur Freiform-Gestaltung von Möbeln und Trennwänden an.

 

 

Schnelltest zur In-situ-Überprüfung externer Spannglieder

Das Verfahren zur Überprüfung externer Spannglieder wurde am Institut für Massivbau des Karlsruher Instituts für Technologie zur Überprüfung von Spannbetonbrücken mit außerhalb des Betonquerschnitts angeordneten Spanngliedern entwickelt. Dies entspricht der heutigen Regelbauweise. Durch Messung und Vergleich von Eigenfrequenzen wird zeit- und kostensparend die Beschädigung von externen Spanngliedern erkannt. Das Verfahren nutzt die Tatsache, dass sich die Eigenfrequenz eines Spanngliedes bei Schäden verändert. Statt die gemessene Eigenfrequenz eines Spanngliedes zur Berechnung eines absoluten Wertes (Spannkraft) heranzuziehen, wird die Frequenz – unter Berücksichtigung zulässiger Toleranzen – mit früheren Prüfwerten desselben Spanngliedes bzw. mit Werten anderer, vergleichbarer Spannglieder abgeglichen. Die Messwerte werden dabei innerhalb weniger Minuten erfasst und ausgewertet, so dass im Zweifelsfall die schadhafte Stelle sofort in Augenschein genommen werden kann.

 

Weiterführende Dokumente:
Exposee

EP-Patentschrift

 

 

 

Ankerbefestigungselement: "Erdbebendübel"

Dieser als Schwerlastdübel konzipierte Spreizanker ist speziell auf die dynamischen Belastungen bei Erdbeben getrimmt. Die Kräftebelastung an Befestigungen wird verringert, so dass die anmontierten Bauteile weniger belastet werden (Leitungen, herunterstürzende Teile, etc.). Unser Erdbebendübel zeichnet sich durch seine verbesserte Performance gegenüber herkömmlichen Erdbebendübeln aus. Das Besondere ist seine neuartige Konstruktionsweise. Er besteht nämlich aus duktilen Materialien, die in unterschiedlichen Bereichen des Dübels eine unterschiedliche Duktilität aufweisen. Dadurch kann er in optimaler Weise die bei einem Erdbeben auftretenden Kräfte sowohl in Längs- als auch in Querrichtung Energie-dissipierend aufnehmen. Der Dübel ist entsprechend gängiger Normen konzipiert und ist leicht aus handelsüblichen Materialien herstellbar. Aktuelle Ereignisse in der Welt demonstrieren eindrucksvoll, dass das Thema "Erdbeben" weiterhin und zunehmend an Bedeutung gewinnt. Dies betrifft nicht nur hoch industrialisierte Länder wie die USA oder Japan, die die Schäden an ihrer wertvollen Infrastruktur im Falle eines Erdbebens gering halten wollen (Gebäudesicherung, Atomkraftwerke, etc.), sondern auch den sehr großen Markt in Schwellenländern mit rasant wachsendem Städtebau (Brasilien, Indien, China, Asien, etc.). Ein hoher Bedarf an Erdbebendübeln zusammen mit entsprechend hohen Stückzahlen (jeweils ca. 1 Mio. Dübel bei größeren Gebäuden) lassen hohe Umsätze erwarten.