RWTH Aachen ist neuer Gesellschafter der TLB GmbH

 

Die Technologie-Lizenz-Büro der Baden-Württembergischen Hochschulen GmbH erweitert ihren Gesellschafterkreis und ihr Netzwerk überregional.

Eine der führenden technischen Universitäten Deutschlands verstärkt seit Kurzem die Gesellschafterstruktur der TLB GmbH: Seit September 2015 ist die Exzellenz-Universität RWTH Aachen neuer Gesellschafter bei der Technologie-Lizenz-Büro (TLB) GmbH. Damit baut die TLB GmbH neben ihrem fachlichen Portfolio auch ihre überregionale Ausrichtung aus und hat mit der RWTH Aachen einen weiteren starken Partner gefunden.

Durch diese Zusammenarbeit ergeben sich neue Möglichkeiten und weitere Synergieeffekte für die TLB GmbH, die seit mehr als 15 Jahren den Technologietransfer zwischen den baden-württembergischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften und der Wirtschaft gestaltet. Als älteste Einrichtung dieser Art ist TLB mit seiner langjährigen Erfahrung ein Vorreiter unter den in Deutschland angesiedelten Patentverwertungsagenturen (PVA) für Forschungseinrichtungen. Dieses zeigt sich auch in dieser ersten bundeslandübergreifenden Kooperation auf Gesellschafterebene.

Die neue Partnerschaft zeigt einmal mehr, dass die Kompetenz von TLB auch bundesweit wahrgenommen wird. Die RWTH Aachen wird als Gesellschafter von der  Kompetenz und langjährigen Erfahrung von TLB als Dienstleister profitieren, sowie TLB vom exzellenten Industrienetzwerk der RWTH und den Erfahrungen des an der RWTH groß geschriebenen Technologietransfers. Dies bestätigt auch Bram Wijlands, zuständiger Abteilungsleiter für Technologietransfer an der RWTH: „Wir sehen in der Kooperation mit TLB neue Möglichkeiten, um Technologietransfer weiter zu denken und gemeinsam neue Formen der Patentverwertung zu entwickeln. Unsere positiven Erfahrungen in der Zusammenarbeit haben uns dazu bewogen, uns als Gesellschafter bei TLB zu engagieren und die Zukunft der Patentverwertung mit zu gestalten.“

Um die zukünftigen Herausforderungen einer erfolgreichen Patentverwertung bewältigen zu können, müssen auch neue Wege im Technologietransfer beschritten werden. Dazu TLB-Geschäftsführer Marcus Lehnen: „Damit aus exzellenter Forschung und Entwicklung Innovationen entstehen, die sich in Form neuer Produkte auf dem Markt durchsetzen können, sind neben Kompetenz und Erfahrung auch neue Vorgehensweisen bei der Bewertung und beim Vertrieb von Hochschul-IP gefragt.  Die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft muss noch effizienter und schneller funktionieren.“

Denn als integrierte technische Universität legt die RWTH Aachen sehr großen Wert auf die strategische Entwicklung ihrer Schutzrechtsaktivitäten. Die RWTH ist überzeugt, dass die erforderlichen Lösungen für die globalen Herausforderungen der  Gesellschaft durch einen exzellenten Technologietransfer, der meist in der engen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft stattfindet, erreicht werden kann. Dies führt auch zu zahlreichen Entwicklungen, die patentiert werden, um ihren Weg in Zukunftsmärkte zu finden. Die Innovationskraft der Hochschule drückt sich auch in mehr als 1.400 Existenzgründungen aus, die in den letzten 25 Jahren rund 32.000 neue Arbeitsplätze in der Region Aachen geschaffen haben. Über 500 Professoren und mehr als 5.000 wissenschaftliche Mitarbeiter forschen an 260 Instituten in Bereichen wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Materialtechnik, Elektrotechnik und Medizin. Drei Exzellenzcluster, die im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert werden, zur Erforschung neuer Kraftstoffe auf Basis von Biomasse, für Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer unterstreichen die hohe Qualität der Forschung an der RWTH Aachen.